Unsere Nachhaltigkeitsstrategie beschreibt die praktische Umsetzung der in unserer Grundsatzerklärung festgelegten Selbstverpflichtungen. Sie basiert auf einem kontinuierlichen Sorgfaltsprozess, der Risiken identifiziert, geeignete Präventions- und Verbesserungsmaßnahmen definiert, deren Wirksamkeit überprüft und die gewonnenen Erkenntnisse in die kontinuierliche Weiterentwicklung unseres Nachhaltigkeitsmanagements einfließen lässt.
Unsere Strategie umfasst insbesondere folgende Handlungsfelder:
Die Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie erfolgt risikobasiert. Erkenntnisse aus Risikoanalysen, Lieferantenbewertungen, Audits, Vor-Ort-Besuchen, Dialogen mit Arbeitnehmervertretungen sowie Beschwerden werden regelmäßig ausgewertet und fließen unmittelbar in unsere Einkaufsentscheidungen, Präventionsmaßnahmen und strategischen Unternehmensentscheidungen ein. Die Wirksamkeit der eingeleiteten Maßnahmen wird kontinuierlich überprüft und bildet die Grundlage für die Weiterentwicklung unserer Nachhaltigkeitsstrategie.
Verantwortung entlang der Lieferkette
Verantwortungsvolle Lieferketten sind ein zentraler Bestandteil unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Wir arbeiten seit vielen Jahren mit festen, langfristigen Geschäftspartnern zusammen und verfolgen das Ziel transparenter und nachvollziehbarer Lieferketten.
Unsere langjährigen Produktionsstandorte befinden sich in:
Unsere Grundsatzerklärung gilt für die gesamte Lieferkette. Sie richtet sich nicht nur an unsere direkten Lieferanten, sondern auch an vorgelagerte Geschäftspartner und weitere Produktionsstufen. Unsere Anforderungen zu Menschenrechten, Umwelt und Integrität sollen entlang der Lieferkette weitergegeben und eingehalten werden.
Vor der Aufnahme neuer Geschäftsbeziehungen werden Lieferanten anhand definierter sozialer, ökologischer und integritätsbezogener Kriterien bewertet. Bestehende Geschäftspartner werden regelmäßig durch Risikoanalysen, Lieferantenbewertungen, externe Audits, persönliche Gespräche und Vor-Ort-Besuche überprüft.
Dabei berücksichtigen wir sowohl länderspezifische Risiken als auch die jeweiligen Produktionsstufen und die Situation besonders schutzbedürftiger Beschäftigtengruppen. Die Ergebnisse fließen in unsere Einkaufs- und Beschaffungsentscheidungen, in Maßnahmenpläne sowie in die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer langjährigen Geschäftsbeziehungen ein.
Langlebigkeit ist für uns ein zentraler Bestandteil nachhaltiger Produktentwicklung. Mit unserer aurofab-Qualität setzen wir auf leistungsfähige Objekttextilien, die für den intensiven Einsatz in Hotellerie, Gesundheitswesen und Industriewäscherei entwickelt wurden. Die besondere Garn- und Gewebekonstruktion unterstützt eine hohe Formstabilität und eine lange Nutzungsdauer auch bei häufigen industriellen Wasch- und Mangelprozessen. aurora-ow.de/aurofab
Nachhaltigkeit bedeutet für uns deshalb nicht nur den Einsatz geeigneter Materialien, sondern vor allem, Produkte so zu entwickeln, dass sie über viele Waschzyklen hinweg zuverlässig eingesetzt werden können. Eine längere Lebensdauer reduziert Ersatzbeschaffungen, Materialverbrauch und Abfall.
Gleichzeitig berücksichtigen wir die Energieeffizienz in der gewerblichen Aufbereitung. Gemeinsam mit einem Maschinenhersteller und einer Industriewäscherei wurde die aurofab-Qualität unter realen Mangelbedingungen getestet. Dabei zeigte sich, dass textile Konstruktion, Restfeuchte, Temperatur und Mangeldurchlauf aufeinander abgestimmt werden können, um die Prozessleistung zu erhöhen und den Energiebedarf zu reduzieren. Im Praxistest wurden niedrigere Temperaturbereiche und höhere Geschwindigkeiten untersucht, ohne die Wiederaufbereitung und Weiterverwendung der Textilien grundsätzlich zu beeinträchtigen. (Siehe Mangeltest Kannegiesser)
Unsere Schwerpunkte sind daher:
So verbinden wir Produktqualität, Wirtschaftlichkeit und Ressourcenschonung zu einem ganzheitlichen Nachhaltigkeitsansatz.
Die regelmäßige Risikoanalyse bildet die Grundlage unserer Nachhaltigkeitsstrategie. Wir analysieren menschenrechtliche, umweltbezogene und integritätsbezogene Risiken entlang unserer gesamten Lieferkette und berücksichtigen dabei sowohl länder- und branchenspezifische Faktoren als auch die Besonderheiten einzelner Produktionsstufen.
Auf Grundlage unserer Risikoanalyse priorisieren wir insbesondere folgende soziale Risiken:
Zu den für uns besonders relevanten Umweltrisiken zählen:
Besondere Aufmerksamkeit gilt vulnerablen Personengruppen, die in der textilen Lieferkette einem erhöhten Risiko ausgesetzt sein können. Hierzu zählen insbesondere Frauen, migrantische Arbeitskräfte, Wanderarbeiterinnen, Heimarbeiterinnen, junge Beschäftigte, Menschen mit Behinderungen sowie weitere potenziell benachteiligte Gruppen. Bei der Bewertung ihrer besonderen Bedarfe achten wir insbesondere auf den Schutz vor Diskriminierung, Belästigung und Ausbeutung, auf sichere und hygienische Arbeitsbedingungen, geregelte Arbeitszeiten, transparente Lohnunterlagen und eine faire Vergütung. Ebenso berücksichtigen wir den Zugang zu wirksamen Beschwerdemechanismen, die Vereinigungsfreiheit, besondere Schutzbedarfe junger Beschäftigter sowie die Gleichbehandlung von Menschen mit Behinderungen.
Die Situation dieser Personengruppen wird gezielt im Rahmen unserer Risikoanalysen, Lieferantenbewertungen, Audits und Vor-Ort-Besuche berücksichtigt. Ergänzend führen wir strukturierte Vor-Ort-Dialoge mit gewählten Arbeitnehmervertretungen durch, um unmittelbare Rückmeldungen zu Arbeitsbedingungen, Arbeitszeiten, Arbeitsschutz, Löhnen, Beschwerdemechanismen und möglichen Missständen zu erhalten. Die Erkenntnisse aus diesen Gesprächen werden dokumentiert und fließen in die Lieferantenbewertung, Risikoanalyse und Maßnahmenplanung ein.
Die Ergebnisse unserer Risikoanalyse fließen unmittelbar in die Auswahl und Bewertung von Lieferanten, in Präventions- und Verbesserungsmaßnahmen sowie in strategische Einkaufs- und Beschaffungsentscheidungen ein. Unsere Risikoanalyse wird regelmäßig sowie anlassbezogen überprüft und fortgeschrieben, um neue Entwicklungen und veränderte Risikolagen frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen abzuleiten.
Ein wirksamer Beschwerdemechanismus ist ein wesentlicher Bestandteil unserer unternehmerischen Sorgfaltspflichten. Er ermöglicht es Beschäftigten, Arbeitnehmervertretungen, Lieferanten, Geschäftspartnern, Nichtregierungsorganisationen und weiteren potenziell Betroffenen, Hinweise auf menschenrechtliche, umweltbezogene oder integritätsbezogene Risiken und Verstöße offen oder anonym einzureichen. Alle eingehenden Hinweise werden vertraulich behandelt. Hinweisgebende Personen sollen im Rahmen unserer Möglichkeiten vor Benachteiligung und Vergeltungsmaßnahmen geschützt werden.
Der Eingang einer direkt an Aurora gerichteten Beschwerde wird grundsätzlich innerhalb von zwei Wochen bestätigt. Die Bearbeitung soll in der Regel innerhalb von vier Wochen erfolgen. Bei komplexen Fällen informieren wir die hinweisgebende Person über den aktuellen Stand und das weitere Vorgehen.
Ablauf des Beschwerdeverfahrens:
Beschwerden können über die internen Beschwerdewege unserer Produktionspartner oder direkt an die aurora Objektwäsche GmbH übermittelt werden:
aurora Objektwäsche GmbH
z. Hd. Maximiliane Raabe
Nachhaltigkeitsmanagement
Dieselstraße 20a
46539 Dinslaken
Telefon: +49 2064 456 9121
E-Mail: m.raabe@aurora-ow.de
Nachhaltigkeitsmanagement
+49 2064 456 9121
m.raabe@aurora-ow.de
Das Beschwerdeformular steht auf dieser Seite zum Herunterladen zur Verfügung.
Abhilfe und Wiedergutmachung
Bei legitimen Beschwerden oder Hinweisen auf negative Auswirkungen auf Menschenrechte, Umwelt oder Integrität wirken wir auf angemessene Abhilfe hin. Abhängig vom Einzelfall können hierzu beispielsweise die Beseitigung eines Missstands, Nachschulungen, Anpassungen betrieblicher Abläufe, Verbesserungen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes, disziplinarische Maßnahmen oder weitere Präventionsmaßnahmen gehören.
Wurde eine negative Auswirkung durch Aurora verursacht oder hat Aurora dazu beigetragen, verpflichten wir uns, selbst Abhilfe zu leisten oder an einer angemessenen Wiedergutmachung mitzuwirken.
Erkenntnisse aus Beschwerden
Hinweisen und Beschwerden fließen in die Risikoanalyse, Lieferantenbewertung, Maßnahmenplanung und Wirksamkeitskontrolle ein.
Im Oktober 2024 wurde beispielsweise über eine Beschwerdebox auf unzureichend gereinigte Utensilien in einer Betriebskantine hingewiesen. Daraufhin wurden verbindliche Vorgaben zur Reinigung und hygienischen Bereitstellung eingeführt. Im Jahr 2025 wurden außerdem Hinweise auf Hänseleien am Arbeitsplatz geprüft; als Reaktion wurden disziplinarische Maßnahmen eingeleitet und die Einhaltung der betrieblichen Verhaltensregeln eingefordert.
Die Förderung existenzsichernder Löhne ist ein fester Bestandteil unserer Nachhaltigkeitsstrategie und unserer unternehmerischen Sorgfaltspflichten.
Existenzsichernde Löhne (Living Wages) sind Löhne, die es Beschäftigten und ihren Familien ermöglichen, ihre grundlegenden Lebenshaltungskosten – wie Nahrung, Wohnen, Gesundheitsversorgung, Bildung und einen angemessenen Lebensstandard – zu decken. Sie können über dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn liegen.
Wir verfolgen einen schrittweisen und partnerschaftlichen Ansatz zur Verringerung bestehender Lohnlücken. Grundlage hierfür sind regelmäßige Analysen der Lohnsituation, anerkannte Living-Wage-Benchmarks sowie der kontinuierliche Dialog mit strategischen Geschäftspartnern.
Unsere Strategie umfasst insbesondere die Analyse möglicher Lohnlücken, verantwortungsvolle Einkaufspraktiken, langfristige Geschäftsbeziehungen sowie die gemeinsame Entwicklung geeigneter Verbesserungsmaßnahmen. Dabei berücksichtigen wir auch, welchen Einfluss Preisgestaltung, Produktionsplanung, Zahlungsbedingungen und kurzfristige Auftragsänderungen auf die Lohnsituation in den Produktionsstätten haben können.
Die Umsetzung erfolgt risikobasiert, wird regelmäßig überprüft und auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse kontinuierlich weiterentwickelt. Erkenntnisse aus Risikoanalysen, Lieferantenbewertungen, Audits und dem Austausch mit Arbeitnehmervertretungen fließen in die Bewertung der Maßnahmen ein.
Da unser direkter Einfluss auf die Lohnfestlegung vor Ort begrenzt ist, setzen wir auf langfristige Zusammenarbeit, Transparenz und gemeinsame Verantwortung. Unser Ziel ist es, bestehende Lohnlücken schrittweise zu verringern und die Strategie nach und nach auf weitere strategisch relevante Geschäftspartner auszuweiten.